Mein 40,5-Jahre-Gitarrenlehrerjubiläum

Ich bin schon öfter mal gefragt worden, welches Gitarrenanfänger-(Selbstlern-)Lehrbuch ich als Gitarrenlehrer denn empfehlen könne. Meine Antwort lautete immer: keines – weil ich auch bis heute noch keins zu Gesicht bekommen habe, das meinen Vorstellungen entsprochen hätte.

„Weshalb schreibst du dann nicht selber eins?“ kam häufig hinterher, und ich antwortete jedesmal: „Weil kein Gitarrenlehrbuch einen guten (und erst recht keinen sehr guten) menschlichen Lehrer ersetzen könne, da (a) in einem wirklich guten Lehrbuch, in dem alles Wichtige angesprochen würde, SEHR viel erläutert werden müßte [was die meisten Leser vermutlich nicht aufmerksam genug studieren würden, da sie ja weniger ein Buch lesen als Gitarre spielen (lernen) wollten], (b) die Schüler häufig schon viel zu früh weiterblättern würden [ohne die bis dahin gestellten Aufgaben ausreichend gut zu beherrschen] und (c) kein Buch der Welt imstande wäre, dem Schüler eine Fehlermeldung bei falscher Handhaltung, Greif- oder Schlagart und so weiter zu geben.“

Und damit war der Punkt dann geklärt, bis eines Tages jemand vorschlug: „Dann schreib doch, ob deines großen Erfahrungsschatzes, ein Anfängerbuch für Gitarrenlehrer.“ Diese Idee fand ich tatsächlich ausgezeichnet, doch konnte ich sie damals nicht in die Tat umsetzen, weil ich gerade mit der (mehrere Jahre dauernden) Herausgabe meiner sechsteiligen CD-Werkschau beschäftigt war und meine Zeit danach lieber für künstlerische Arbeiten als für nur ein Sachbuch nutzen wollte.

Zu meinem 40,5-Jahre-Gitarrenlehrer-Jubiläum (am 2. März 2018) möchte ich an dieser Stelle aber wenigsten ein paar elementare Tips [vor allem Griffwechsel und Tonarten betreffend] veröffentlichen, damit zumindest ein Teil meiner in vier Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen auf diesem Wege auch noch anderen Gitarrenspielern zugute kommen kann.

 

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