1 Fan / oder: Doppelte Reklame, Teil 1

3. Oktober 2019

Irgendwo da draußen muß es ihn geben, den einen hartnäckigen Fan, der immer wieder mal auf meine Webseite schaut, obwohl dort manchmal monatelang nichts Neues zu finden ist.

Und wenn schließlich doch mal ein frischer Beitrag auftaucht, wie zuletzt der über den „50. Geburtstag des Woodstock-Festivals“, wird frecherweise gar nicht auf das angekündigte Thema eingegangen, sondern der bedauernswerte Leser kurzerhand auf ein vermutliches (also nicht einmal gesichert garantiertes) Später vertröstet.

Jedoch immerhin mit einer nachvollziehbaren Ausrede: „Ich will zuvor noch in diesem August eine Geschichte für Helmut Loevens Zeitschrift „Der Metzger“ beenden.“

Doch dann – und hier folgt die nächste Rechtfertigung – kamen mir Ende August die Gitarrenkursvorbereitungen fürs neue VHS-Semester in die Quere, gefolgt vom meine ganze Aufmerksamkeit einfordernden Semesterbeginn [ich bin tatsächlich jedes Mal aufs Neue überrascht, wieviel Streß die ersten Wochen – vor allem, wenn mehrere Gitarrenkurse ob noch kaum ausreichender Teilnehmerzahlen auf des Messers Schneide stehen – bereiten], der mir in den vergangenen Wochen einfach keinen freien Kopf für kreatives literarisches Arbeiten ließ.

Aus diesem Grund [und weil auch noch einiges andere mich ablenkte, wie: zwei neue Brillen machen lassen / meinen Internetanbieter wechseln / einen neuen Rechner mit neuem Betriebssystem an den Start bringen] habe ich es leider immer noch nicht geschafft, die Director’s-Cut-Bearbeitung meiner Geschichte für den Metzger fertigzustellen.

Doch konnte dies der eine Fan, darauf vertrauend, daß ich mein Wort gehalten und die Story im August bereits übermittelt hätte, ja nicht ahnen. So daß er hoffnungsvoll eines Tages gegen Ende September in Helmuts Buchladen „Weltbühne“ auftauchte und den Metzger mit Pelikans Kurzgeschichte erwerben wollte. Was aber leider nicht möglich war und er also unverrichteterdinge wieder den stimmungsmäßig wahrscheinlich doch etwas getrübten Heimweg antreten mußte.

Daß der geplante Abdruck einer neuen Pelikan-Geschichte nun aber zumindest einem Menschen auf der Welt etwas Besonderes zu bedeuten scheint, freut mich natürlich. Denn weil es jetzt [von meinen CD-Booklets und Website-Beiträgen mal abgesehen] schon ganze 25 Jahre her ist, daß ein längerer neuer Pelikan-Text [„Heimatplanet – Erinnerungen ans Eschhaus“ in „Duisburg auf den zweiten Blick“, Mercator-Verlag 1994] erschienen ist, hatte ich nicht zwingend mit einem Es-gibt-ihn-noch-,-den-treulich-ausharrenden-Pelikan-Leser gerechnet. Da die Veröffentlichung eines neuen Textes aber auch für den Autor ein nicht ganz unbedeutendes Ereignis darstellt, hatte ich ohnehin vor, auf dieser Webseite darauf hinzuweisen, wenn die entsprechende Nummer des „Metzger“ [wahrscheinlich die übernächste Ausgabe, die Nr. 133] endlich vorliegen würde.

Also rennt [ich habe hier bewußt den Plural verwendet, weil nach diesem Wortbeitrag ja vielleicht auch noch ein weiterer Pelikan-Kurzgeschichten-Interessent hinzugekommen sein könnte] dem Helmut nicht die Metzger-Bude ein, bevor ich nicht grünes Licht für „Es gibt wieder was Neues von Pelikan zu lesen“ gegeben habe. Denn ich möchte meinen einen Fan (oder vielleicht auch schon mehrere) ja nicht erneut enttäuschen.

Obwohl, wenn ich’s recht bedenke: Rennt ruhig, denn ein Besuch in der Weltbühne [auf der Gneisenaustraße 226 in Duisburg-Neudorf] lohnt sich immer – wie Helmut Loeven bestimmt ernsthaft nickend bestätigen wird – und sei es nur, um zu sehen, ob der Inhaber gerade mal wieder mit einem Bleistift im Bart anzutreffen ist oder sich, kundenfreundlich, wie er nun mal ist, von euch dazu bewegen ließe.

P.S.
Ob der im letzten Beitrag angekündigte Woodstock-Artikel aber jemals geschrieben und veröffentlicht werden wird, steht immer noch in den Sternen. Also dürft ihr zumindest noch darauf hoffen … oder es im anderen Falle befürchten.

Doch wie auch immer, ich wünsche viel Spaß dabei,
euer Pelikan